Simon Beckett: Leichenblässe

Simon Beckett, geboren 1968 imn Sheffield, England, ist Verfasser zahlreicher Kriminalromane, die inzwischen in zahlreichen Sprachen veröffentlicht wurden. Sein Roman “Leichenblässe” spielt in Tennessee auf der Body Farm; ein tatsächlich existierender Ort, der zur Universität von Tennessee gehört. Es handelt sich um ein weitläufiges Gelände, auf dem Studien zu Verwesungsprozessen von Leichen an der freien Luft durchgeführt werden.


Hörbuch


Taschenbuch

Der forensische Anthropologe David Hunter wurde bei einem Einsatz schwer verletzt und entrann nur knapp dem Tod. Unsicher, ob er weiteren Einsätzen gewachsen ist, beschließt er, einen kleinen Forschungsurlaub auf der Body Farm – einer bekannten anthropologischen Einrichtung für forensische Arbeit – einzulegen. Dort trifft er seinen alten Mentor Tom Liebermann.

Doch die Idylle hält nicht lange an. Hunter wird zu einem erneuten Einsatz berufen, bei dem in einer Waldhütte die verwesende Leiche eines übel zugerichteten Mannes gefunden wird. Er bittet Liebermann, ihm bei der Arbeit zu helfen. Die Identifikation und Untersuchung der Todesursache birgt ungeahnte Schwierigkeiten, und die beiden Forensiker sind überrascht,am Tatort merkwürdige Fingerabdrücke zu finden, die den Täter zwar augenscheinlich überführen – das Ergebnis jedoch scheint unmöglich zu sein.

Nach dem Fund weiterer Opfer, bei denen die Tatorte und die dort gefundenen Spuren nach wissenschaftlichen Erkenntnissen mehr als ungewöhnlich sind, scheint es, als ob der Täter ein Spiel mit den Forensikern spielen würde, bei dem sie auf ihrem eigenen Spezialgebiet in die Irre geführt werden.

Schnell steht fest: Hunter und Liebermann sind Marionetten in einem Spiel, bei dem ihr eigenes Leben in Gefahr schwebt. Irgendjemand hat sich zum Ziel gesetzt, David Hunter in die Irre zu führen – jemand, der ihm näher ist, als er bisher geglaubt hat.

Ein leicht verständliches und flüssig gelesenes Hörbuch, das jedoch bezüglich der Handlung ein wenig mehr Raffinesse zutage hätte bringen können. Die Stimme des Sprechers Johannes Steck hat ein angenehmes Timbre und liefert zu jeder Szene eine passende Stimmung. Fazit: eine recht gelungene Fortsetzung der Hunter-Reihe, die mit “Chemie des Todes” und “Kalte Asche” begann.

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